10 häufige Krankheiten bei Hunden (inkl. Behandlung)

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Die Gesundheit Ihres treuen Vierbeiners liegt Ihnen am Herzen. Jeder Hundebesitzer wünscht sich ein langes, glückliches und vor allem gesundes Leben für seinen Begleiter. Doch leider bleiben auch Hunde nicht immer von Krankheiten verschont.

Einige Erkrankungen treten dabei häufiger auf als andere. Wenn Sie die Symptome frühzeitig erkennen und verstehen, können Sie Ihrem Hund schneller helfen und ihm unnötiges Leid ersparen.

Dieser Artikel stellt Ihnen 10 häufige Krankheiten bei Hunden (inkl. Behandlung) vor, damit Sie bestens informiert sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Achten Sie auf Verhaltensänderungen und erste Symptome bei Ihrem Hund.
  • Eine frühzeitige Diagnose durch den Tierarzt verbessert die Heilungschancen.
  • Präventive Maßnahmen wie Impfungen und Parasitenschutz sind entscheidend.
  • Die richtige Ernährung und Pflege unterstützen die Hundegesundheit maßgeblich.
  • Bei Verdacht auf eine Erkrankung sollten Sie umgehend einen Tierarzt konsultieren.

Unsere Top 10 häufige Krankheiten bei Hunden (inkl. Behandlung) im Überblick

Als verantwortungsbewusster Hundebesitzer möchten Sie natürlich wissen, welche Gesundheitsprobleme bei Ihrem Liebling auftreten könnten. Im Folgenden finden Sie eine detaillierte Übersicht über häufige Leiden, ihre typischen Anzeichen und gängige Behandlungsansätze. Denken Sie immer daran: Diese Informationen ersetzen keinen Tierarztbesuch.

1. Ohrenentzündung (Otitis externa)

Ohrenentzündungen gehören zu den sehr häufigen Beschwerden bei Hunden, besonders bei Rassen mit langen Schlappohren. Feuchtigkeit und Wärme im Ohr schaffen ein ideales Klima für Bakterien und Hefepilze.

Typische Symptome sind:

  • Kopfschütteln
  • Kratzen am Ohr
  • Rötung und Schwellung des Gehörgangs
  • Ausfluss oder unangenehmer Geruch aus dem Ohr
  • Schmerzempfindlichkeit bei Berührung

Die Behandlung erfolgt meist mit speziellen Ohrreinigern und medikamentösen Ohrentropfen, die der Tierarzt nach einer genauen Untersuchung verschreibt. Chronische Fälle erfordern manchmal eine längerfristige Therapie.

2. Hautprobleme: Allergien und Parasiten

Hauterkrankungen sind vielfältig und können das Wohlbefinden Ihres Hundes stark beeinträchtigen. Allergien gegen Umweltreize (Pollen, Hausstaubmilben) oder Futtermittel sind verbreitet. Auch Parasiten wie Flöhe, Zecken oder Milben verursachen oft massive Hautirritationen.

Anzeichen für Hautprobleme können sein:

  • Juckreiz, häufiges Kratzen, Beißen oder Lecken
  • Hautausschlag, Pusteln, Rötungen
  • Haarausfall, kahle Stellen
  • Schuppenbildung
  • Verdickte oder verfärbte Haut

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Allergien erfordern oft eine Ausschlussdiät oder Allergietests und eine angepasste Fütterung bzw. medikamentöse Therapie. Bei Parasitenbefall helfen spezielle Präparate vom Tierarzt.

3. Magen-Darm-Erkrankungen

Fast jeder Hund leidet irgendwann einmal unter Verdauungsbeschwerden. Die Ursachen sind vielfältig: Futterunverträglichkeiten, Infektionen mit Viren oder Bakterien, Parasiten oder das Fressen von ungeeigneten Dingen. Ein häufiges Symptom ist Hund-Durchfall, der mal harmlos, mal aber auch ein Zeichen für eine ernstere Erkrankung sein kann.

Mögliche Ursachen für Magen-Darm-Probleme:

  • Futterumstellung oder falsches Futter
  • Infektionen (z.B. Parvovirose, Salmonellen)
  • Parasiten (z.B. Giardien, Würmer)
  • Stress
  • Fremdkörperaufnahme

Neben Durchfall sind Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und Lethargie typische Anzeichen. Leichte Fälle von Durchfall können mit Schonkost behandelt werden. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen, Blut im Stuhl oder Erbrochenem ist ein sofortiger Tierarztbesuch unerlässlich.

Ergänzendes Wissen: Zoonosen sind Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen (und umgekehrt) übertragen werden können. Einige Darmparasiten wie Giardien oder bestimmte Wurmarten sind Beispiele für Zoonoseerreger.

H3: 4. Parasitenbefall (Würmer, Giardien)

Innere Parasiten wie Spulwürmer, Hakenwürmer, Bandwürmer oder Giardien sind ein häufiges Problem. Sie können den Darm besiedeln und zu Nährstoffmangel, Verdauungsstörungen und allgemeiner Schwächung führen.

Symptome eines Wurmbefalls oder einer Giardieninfektion können sein:

  • Durchfall (manchmal blutig oder schleimig)
  • Erbrechen
  • Gewichtsverlust trotz normalen Appetits
  • Aufgeblähter Bauch (besonders bei Welpen)
  • Stumpfes Fell
  • Juckreiz am After („Schlittenfahren“)

Regelmäßige Entwurmungen bzw. Kotuntersuchungen und eine gezielte Behandlung durch den Tierarzt sind wichtig, um Ihren Hund gesund zu halten.

Hier eine Übersicht über Präventionsmaßnahmen gegen häufige Parasiten:

ParasitPräventionsmaßnahmeHäufigkeit der Kontrolle/Behandlung
FlöheSpot-on Präparate, Halsbänder, TablettenMonatlich (je nach Präparat)
ZeckenSpot-on Präparate, Halsbänder, Tabletten, AbsuchenRegelmäßig (je nach Präparat/Saison)
WürmerRegelmäßige Kotuntersuchung und/oder strategische EntwurmungAlle 3-6 Monate (je nach Risiko)
GiardienHygiene, Kotuntersuchung bei VerdachtBei Bedarf

H3: 5. Arthrose und Gelenkerkrankungen

Vor allem ältere Hunde, aber auch junge Tiere großer Rassen oder Hunde mit Fehlstellungen der Gelenke (z.B. Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogendysplasie) leiden oft unter Arthrose. Dabei handelt es sich um einen chronischen Gelenkverschleiß, der Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursacht.

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Anzeichen für Arthrose sind:

  • Lahmheit, besonders nach Ruhephasen („Anlaufschmerz“)
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Hinlegen
  • Weniger Bewegungsfreude, Vermeiden von Springen
  • Schmerzäußerungen bei Berührung der Gelenke
  • Steifer Gang

Arthrose ist nicht heilbar, aber die Symptome können durch verschiedene Maßnahmen gelindert werden. Dazu gehören Gewichtsmanagement, angepasste Bewegung, Physiotherapie, Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente sowie spezielle Futterzusätze.

6. Zahnprobleme

Zahnstein, Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und Parodontitis sind bei Hunden weit verbreitet. Unbehandelt können sie zu Schmerzen, Zahnverlust und sogar zu Infektionen führen, die andere Organe beeinträchtigen.

Achten Sie auf folgende Symptome:

  • Schlechter Atem (Maulgeruch)
  • Gelb-braune Beläge auf den Zähnen (Zahnstein)
  • Gerötetes, geschwollenes oder blutendes Zahnfleisch
  • Schwierigkeiten beim Kauen, einseitiges Kauen
  • Verweigerung von hartem Futter
  • Verlust von Zähnen

Regelmäßige Zahnpflege zu Hause (Zähneputzen, Kauartikel) und professionelle Zahnreinigungen beim Tierarzt sind wichtig zur Vorbeugung.

7. Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit)

Ähnlich wie beim Menschen kann auch bei Hunden Diabetes auftreten. Dabei produziert der Körper nicht genügend Insulin oder kann es nicht effektiv nutzen, was zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führt. Übergewichtige und ältere Hunde sind häufiger betroffen.

Typische Anzeichen sind:

  • Vermehrter Durst und häufiges Urinieren
  • Gesteigerter Appetit bei gleichzeitigem Gewichtsverlust
  • Lethargie, Müdigkeit
  • Trübung der Augenlinse (grauer Star)
  • Anfälligkeit für Infektionen

Die Behandlung besteht meist aus täglichen Insulininjektionen, einer speziellen Diät und regelmäßiger Bewegung sowie Blutzuckerkontrollen.

8. Herzerkrankungen

Herzerkrankungen können angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln. Verschiedene Herzklappenfehler oder eine Herzmuskelschwäche sind mögliche Ursachen. Frühzeitig erkannt, lassen sich viele Herzkrankheiten gut medikamentös behandeln, um die Lebensqualität des Hundes zu erhalten.

Symptome können sein:

  • Husten, besonders nachts oder nach Anstrengung
  • Atemnot, schnelle Atmung
  • Leistungsschwäche, schnelle Ermüdung
  • Ohnmachtsanfälle (Synkopen)
  • Bläuliche Schleimhäute

Eine genaue Diagnose stellt der Tierarzt mittels Abhören, Röntgen, Ultraschall (Echokardiographie) und EKG.

9. Nierenerkrankungen

Nierenerkrankungen, insbesondere die chronische Niereninsuffizienz (CNI), treten häufig bei älteren Hunden auf. Die Nieren verlieren allmählich ihre Fähigkeit, Giftstoffe aus dem Blut zu filtern.

Achten Sie auf folgende Anzeichen:

  • Vermehrter Durst und Urinabsatz
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust
  • Erbrechen, Durchfall
  • Stumpfes Fell, Maulgeruch
  • Lethargie, Schwäche

Die Behandlung zielt darauf ab, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen und die Lebensqualität zu verbessern. Dazu gehören spezielle Nierendiäten, Medikamente zur Unterstützung der Nierenfunktion und zur Kontrolle des Blutdrucks sowie gegebenenfalls Infusionstherapien.

Ergänzendes Wissen: Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, insbesondere Blut- und Urintests bei älteren Hunden, können helfen, Nierenerkrankungen frühzeitig zu erkennen. Eine frühe Diagnose verbessert die Prognose erheblich.

10. Zwingerhusten (Infektiöse Tracheobronchitis)

Zwingerhusten ist eine hochansteckende Erkrankung der oberen Atemwege, die durch verschiedene Viren und Bakterien verursacht werden kann. Hunde, die viel Kontakt zu Artgenossen haben (z.B. in Hundeschulen, Tierpensionen, auf Ausstellungen), sind besonders gefährdet.

Das auffälligste Symptom ist ein trockener, oft krampfartiger Husten, der manchmal wie Würgen klingt. Weitere Anzeichen können sein:

  • Nasenausfluss
  • Niesen
  • Fieber (selten)
  • Appetitlosigkeit (bei schwerem Verlauf)

Die meisten Hunde erholen sich mit Ruhe und unterstützender Pflege gut. In einigen Fällen kann der Tierarzt hustenstillende Mittel oder bei bakteriellen Sekundärinfektionen Antibiotika verschreiben. Eine Impfung kann das Risiko einer Erkrankung oder eines schweren Verlaufs reduzieren.

Fazit

Die Kenntnis über 10 häufige Krankheiten bei Hunden (inkl. Behandlung) und ihre Symptome versetzt Sie in die Lage, im Ernstfall schnell und richtig zu reagieren. Achten Sie auf Veränderungen im Verhalten und Aussehen Ihres Hundes. Zögern Sie nicht, bei Verdacht Ihren Tierarzt zu konsultieren. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie sind oft entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung und können Ihrem Vierbeiner viel Leid ersparen. Mit Ihrer Fürsorge und der Unterstützung durch Ihren Tierarzt ermöglichen Sie Ihrem Hund ein langes und gesundes Leben.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich mit meinem Hund zur Vorsorgeuntersuchung beim Tierarzt?

Für gesunde erwachsene Hunde wird in der Regel ein jährlicher Gesundheitscheck empfohlen. Welpen und ältere Hunde oder Tiere mit chronischen Erkrankungen benötigen möglicherweise häufigere Kontrollen. Ihr Tierarzt wird Ihnen einen individuellen Plan empfehlen.

Woran erkenne ich, dass mein Hund ernsthaft krank ist und sofort zum Tierarzt muss?

Alarmzeichen sind starke Schmerzen, anhaltendes Erbrechen oder Durchfall (besonders mit Blut), Atemnot, plötzliche Schwäche oder Zusammenbrüche, Krampfanfälle, hohe Fieber (>39,5°C), oder wenn Ihr Hund nichts mehr frisst oder trinkt. Im Zweifel gilt: Lieber einmal zu viel zum Tierarzt als einmal zu wenig.

Kann ich meinen Hund bei leichten Beschwerden selbst behandeln?

Bei sehr leichten und bekannten Beschwerden, wie einer einmaligen leichten Magenverstimmung, kann nach Absprache mit dem Tierarzt kurzzeitig Schonkost gegeben werden. Von Selbstmedikation ohne tierärztliche Diagnose wird dringend abgeraten, da Sie Symptome verschleiern oder die Situation verschlimmern könnten.

Sind Hausmittel für Hunde immer sicher?

Nein, viele für Menschen harmlose Hausmittel können für Hunde ungeeignet oder sogar giftig sein. Bevor Sie Hausmittel anwenden, sollten Sie immer Rücksprache mit Ihrem Tierarzt halten, um die Gesundheit Ihres Hundes nicht zu gefährden.

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