



Tipps zur Haltung
Gesundheit
Gebiss
Das Gebiss einer Katze ist Werkzeug und Waffe zugleich. Sie benutzt es hauptsächlich zur Nahrungsaufnahme - manchmal auch als Hilfsmittel zur Körperpflege. Die Katze besitzt das Gebiss eines Jägers: Die Eckzähne dienen zum Packen der Beute. Die Backenzähne zum Zerlegen größerer Brocken. Und die Schneidezähne zum Festhalten der Beute. Mit zwei Wochen schauen bereits die Milch-Eckzähne eines Kätzchens heraus. Mit acht Wochen sind die Milchzähne dann voll entwickelt. Mit vier bis sechs Monaten erfolgt der Zahnwechsel, und mit neun Monaten sind bereits alle Milchzähne durch das komplette Gebiss einer erwachsenen Katze ersetzt. Das Gebiss der Katze bedarf keiner außergewöhnlichen Pflege - es wird einmal im Jahr beim Check-up vom Tierarzt untersucht. Eventuell wird bei dieser Gelegenheit Zahnstein entfernt, der sich bilden kann.
Gewicht
Wiegen Sie Ihre Katze regelmäßig. Schauen Sie, ob sich ihr Körper verändert, indem Sie sich über die Katze stellen und nach einer kleinen "Taille" hinter den Rippen suchen. Legen Sie beide Hände auf ihre Rippen. Wenn Ihre Katze Idealgewicht hat, werden Sie die Rippen fühlen, aber sie dürfen nicht hervortreten. Überprüfen Sie, ob sie Fettpolster in der Unterleibsgegend, zwischen ihren Hinterbeinen und unter ihrem Bauch hat. Wenn Ihre Katze übergewichtig ist, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über ein Programm zur Gewichtsreduzierung. Streichen Sie alle Leckerlis und Snacks von ihrem Essensplan. Sorgen Sie auch dafür, daß sie ausreichend Bewegung hat.
Harnwegserkrankungen (FUS)
"Felines Urologisches Syndrom" (FUS) ist ein Sammelbegriff für verschiedene Krankheiten der Harnwege. In der Regel handelt es sich bei diesen Krankheiten um Infektionen mit Entzündungen und um Harnsteine. Grundsätzlich können sowohl Kater als auch Katzen von Krankheiten aus dem FUS-Komplex betroffen sein. Katzen, die an FUS leiden, zeigen eines oder alle der hier beschriebenen Symptome: Anstrengung und Schmerzen beim Urinieren, Blut im Urin, häufiges Urinieren von nur kleinen Mengen und Urinieren an allen möglichen Stellen.
Bei Katern kann es zu einer Verstopfung der Harnröhre durch Harnsteine kommen. Der Kater kann dann nicht mehr urinieren. Dies ist ein echter Notfall - Sie müssen so schnell wie möglich zum Tierarzt. Einige Faktoren können das Risiko von FUS erhöhen:
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Bewegungsmangel: Katzen, die sich wenig bewegen, leiden häufiger an FUS als Katzen, die genug Bewegung haben. Dickere Katzen scheinen ebenfalls anfälliger zu sein als schlanke. |
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Alter: FUS kann bei Katzen jeden Alters auftreten, wird aber am häufigsten bei Katzen zwischen zwei und fünf Jahren beobachtet. |
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Geschlecht: Bei männlichen Katzen ist das Risiko einer Verstopfung der Harnröhre größer. Wahrscheinlich, weil ihre lange, enge Harnröhre schneller verlegt wird. |
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Ernährung: Wissenschaftliche Untersuchungen zufolge spielt die Ernährung bei einigen Arten von FUS eine Rolle. Ihr Tierarzt kann Ihnen sagen, ob Sie Ihrer Katze eine spezielle Fertigdiät für Katzen mit FUS verabreichen sollen. Zudem wird er Ihnen weiter Empfehlungen in Bezug auf Wasseraufnahme, Bewegung und Ernährung geben. |
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Haushaltsgifte: Haushaltsmittel können für Ihr Kätzchen tödlich sein. Es kann schließlich auch nicht die Gefahrenhinweise auf den Produktetiketten lesen. |
· Stellen Sie sicher, dass solche Mittel für Ihr Kätzchen unerreichbar sind. Wischen Sie gefährliche Flüssigkeiten sofort weg, wenn Sie sie verschüttet haben. Denken Sie daran, dass Katzen sehr neugierige Tiere sind. Sie lieben es, alles genau zu untersuchen - besonders, wenn zu Hause niemand zum Spielen da ist.
· Die nachstehenden Haushaltsmittel sollten Sie immer in sicherem Abstand zu Ihrem Kätzchen verwahren:
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Dünger sowie Insektizide und Pflanzenschutzmittel. |
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Pflanzen. Viele sind sehr giftig. Fragen Sie Ihren Gärtner bevor Sie die Pflanze kaufen, ob sie giftig ist. Falls Ihnen der Gärtner keine befriedigende Auskunft gibt, kaufen Sie die Pflanze lieber nicht. Wenn Sie Zweifel haben, stellen Sie sicher, dass die Pflanze außerhalb der Reichweite Ihres Kätzchens steht. |
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Enteiser und Frostschutzmittel. Diese Chemikalien schmecken süß, Katzen lecken sie leider gerne auf. Bitte achten Sie vor allem bei Einfahrten, Stellplätzen und Garagen darauf, dass sich keine Pfützen bilden. Bereits eine Teelöffelmenge kann einen unheilbaren Nierenschaden oder – vor allem bei einer kleinen Katze – den Tod verursachen. |
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Medikamente für
Menschen.
Viele sind sehr gefährlich für Katzen. Z.B. Paracetamol ist für eine Katze
giftig. Aufputschmittel können bei Katzen Krämpfe auslösen. Nach äußerlich
angewandten Betäubungsmitteln können Katzen Anämien (Blutarmut) entwickeln. |
Hautveränderungen
Achten Sie auf Hautveränderungen bei Ihrem Kätzchen. Legen Sie dazu beide Hände auf seinen Kopf. Streichen Sie bis unter das Kinn, dann hinter die Vorderbeine, unter die Schultern, den Rücken hinunter, über die Hüften und die Beine. Untersuchen Sie die Krallen und Ballen nach Schnitten oder Rissen. Berichten Sie Ihrem Tierarzt von Veränderungen. Bringen Sie in Erfahrung, was "normal" für Ihr Kätzchen und seine Rasse ist. So können Sie jede Unregelmäßigkeit feststellen. Ihr Tierarzt gibt Ihnen gerne weitere Tipps zur Untersuchung und ihrer Durchführung.
Herzprobleme
Herzkrankheiten sind leider meist nicht heilbar. Mit Sorgfalt, Einfühlungsvermögen und entsprechender medizinischer Versorgung kann Ihr Kätzchen aber trotzdem ein erfülltes Leben an Ihrer Seite führen. Die häufigste Form von Herzerkrankungen bei Katzen sind Probleme des Herzmuskels, sogenannte Kardiomyopathien. Einige Formen dieser Krankheit werden durch ein taurinarmes (Taurin ist ein Eiweißbestandteil) Futter oder durch Probleme mit der Schilddrüse verursacht, andere sind unbekannter Herkunft. Jede dieser Formen kann zur Ansammlung von Flüssigkeit im Brustkorb und zu Atembeschwerden führen. Herzprobleme können bei Katzen jeden Alters auftreten.
Herzkranke Katzen sollten mit natriumarmer Nahrung gefüttert werden. Hat Ihre Katze Übergewicht? Jedes Gramm zuviel belastet Herz und Kreislauf. Ihre Katze sollte abnehmen. Besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, ob eine kalorienreduzierte Diät für sie richtig ist. Es kann sein, daß Ihre herzkranke Katze nur wenig Appetit hat. Möglicherweise fühlt sie sich nicht wohl. Oder die Medikamente schlagen auf ihren Magen. Daher sollte ihr die Spezialdiät besonders gut schmecken. Ihr Tierarzt unterstützt Sie bei der Zusammenstellung der richtigen Ernährung.
Ohren
Man glaubt es kaum, doch Katzen hören noch besser als Hunde. Ein Mäusepfeifen genügt der Katze, um eine Maus zu orten. Menschen würden diesen hochfrequenten Ton gar nicht hören. Doch eine Katze kann Schwingungen bis 60.000 Hz wahrnehmen, die bereits im Ultraschallbereich liegen. Wenn Sie die Ohren Ihres Kätzchens überprüfen, sollten Sie auf folgendes achten: Seine Ohren sollten sauber, blassrosafarben, frei von Schmutz sein und nicht übel riechen. Überprüfen Sie das Ohrenschmalz; besonders dunkles Schmalz kann ein Hinweis auf Ohrmilben sein. Suchen Sie Ihren Tierarzt auf, wenn Sie ungewöhnliche Veränderungen entdecken.