Tipps zur Pflege
- Die Augen -





Tränen  bedeuten  nicht  immer  Traurigkeit
Absonderungen in Augenwinkeln bei Katzen oft harmlos - Tierarzt dennoch konsultieren

Eine dicke Kullerträne im Auge Ihrer Katze?

Das hat nichts mit Traurigkeit zu tun. Gerade bei älteren Katzen sammeln sich leicht Absonderungen aus den Tränenkanälen an, die manchmal verkrusten.
Vor allem bei Perserkatzen sind durch die extrem kurze Nase die Tränengänge zu eng. Dadurch fließen die Tränen nach außen ab. Hilfreich sind abschwellende Augentropfen plus sorgfältige Weitung der zarten Gänge durch den Tierarzt. Das hilft jedoch nur vorübergehend.
Bei anderen betroffenen Tieren könnte es sich auch um eine Bindehautentzündung handeln. Diese ist gar nicht so selten und wird manchmal durch Viren oder Bakterien hervorgerufen. Als erstes Anzeichen tränen die Augen der Katze recht stark. Der aussickernde Ausfluss ist zunächst klar und wird zunehmend gelblich/bräunlich und schleimig. Gelegentlich fällt auch das so genannte dritte Augenlid (Nickhaut) vor. Die Entzündung kann ein Lid oder beide Lider befallen. Eine beidseitige Bindehautentzündung ist jedoch oft allergisch bedingt. Das Auge ist meist dunkelrot gefärbt.
Zwinkern und geschlossene Augenlider weisen eindeutig auf Schmerz hin und können auch durch mikroskopisch kleine Wimpern am Lidwinkel verursacht werden. Auch auf Fremdkörper im Auge (Granne) sollte untersucht werden. Auslöser vermehrter Tränenbildung können zu trockene Heizungsluft, aber auch allergische Reaktionen gegen eingeatmete Düfte, Pollen, Gase, Zigarettenrauch oder z.B. Haarspray sein.
Ältere Katzen sind besonders empfindlich. Der Tierarzt sollte nach eventuellen Ursachen suchen.

Pflegetipps:

Wischen Sie der Katze die Tränen mit einer in Augenwasser getränkten Kompresse ab, damit eventuell doch vorhandene Bakterien oder Herpesviren nicht von einem Auge aufs andere übertragen werden.
Manchmal kommt es vor, dass Katzen durch die Tränen das Fell zwischen Nase und Augen verlieren und die Haut darunter etwas wund wird. In diesen Fällen sollte das Tier unbedingt vom Arzt untersucht werden. Meist hilft hier nur eine antibiotische Augensalbe.


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