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TierhalterRECHT - Nachbar's Hund biss Katze - 3.500 € Tierarztkosten

Bielefeld: Völlig grundlos hatte der Foxterrier des Nachbarn die Katze von Timo F.(9) angegriffen und schwer an der linken Vorderpfote verletzt.
Per Not-OP rettete der Tierarzt die Pfote - aber Katze Mia musste über Wochen hinaus immer weiter behandelt werden. Dann der nächste Schock: Timo's Mutter musste über 3.500 Euro Tierarztkosten zahlen!! Das Geld wollte sie sich von Hundeherrchen Gert T. zurückholen. Doch seine Hundehalterhaftpflicht überwies gerade mal 170 Euro. Schließlich sei die Katze nur eine normale Hauskatze, kein hoch dotiertes Zuchttier.
Das Landgericht Bielefeld entschied anders:  Wird ein Tier verletzt, kann der zu zahlende Schadenersatz höher liegen als der allgemeine "Marktwert" des Tieres. Der Grund ist die besondere und meist schon langjährige Beziehung zwischen einem Mensch und einem Haustier. Es gibt aber auch eine Höchstgrenze. Mehr als 1.500 Euro muss für Verletzungen bei normalen Haustieren nicht gezahlt werden.

LG Bielefeld   AZ.: 22 S 13/97
(NW)                                       Quelle: neue woche  07/2007
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